Verkehrspolitischer Sprecher der SPD Landtagsfraktion Jan-Peter Röderer zu Gast in Walldürn

Veröffentlicht am 05.11.2025 in Ortsverein
 

Im Rahmen seiner jährlichen „Verkehrspolitischen Landestour“ machte der Landtagsabgeordnete Jan-Peter Röderer (SPD) Station im Neckar-Odenwald-Kreis. Dieses Jahr lag sein Schwerpunkt auf den Radwegen des Landes und er hatte mit der „Aktion Lückenschluss“ landesweit aufgerufen, Radwege zu melden, bei denen das Land aktiv werden sollte.

Bei vor-Ort-Terminen in Buchen und Walldürn diskutierten Vertreter der SPD Neckar-Odenwald-Kreis sowie der beteiligten Ortsvereine gemeinsam mit Röderer und dem Landtagskandidat Patrick Haag über aktuelle Herausforderungen und Chancen der Radverkehrsinfrastruktur im ländlichen Raum.

Nach einem Besuch in Buchen machte der SPD-Landtagsabgeordnete Jan-Peter Röderer auf seiner Verkehrspolitischen Landestour Halt in Walldürn. Der Ortsvereinsvorsitzende, Ralf Beyersdorfer erklärte, bei seiner Begrüßung, dass gleich sechs überregionale Radwege in Walldürn aufeinandertreffen, darunter der Drei-Länder-Radweg, der Deutsche Limes-Radweg und der Grünkernradweg. Zur Vorbereitung des Termins haben Mitglieder des SPD-Ortsvereins verschiedene Auffälligkeiten auf dem Walldürner Radwegenetz gesammelt und anhand einer Präsentation veranschaulicht. Gemeinsam mit MdL Jan-Peter Röderer und Vertretern der SPD-Gemeinderatsfraktion wolle man Verbesserungsmöglichkeiten diskutieren. Für die Gesprächsrunde nahm sich auch der eingeladene Bürgermeister Meikel Dörr Zeit. Hierzu wurden  gemeinsam drei Stationen auf einem Rundgang vor Ort in Augenschein genommen.

Die erste Station war der neue Kreisel an der Abfahrt der B27 Richtung Stadteingang an der „Würzburger Straße“. Wie Bürgermeister Meikel Dörr erläuterte könnte die Stadt Walldürn vom Kreisel bis in die Stadt den Fußgängerweg so ausbauen, dass er auch von Fahrradfahrern genutzt werden kann. Für die Baukosten, so erläuterte Dörr, könnte die Stadt aufkommen. Dennoch sieht das Regierungspräsidium die Baumaßnahme entlang diesen Teils der Bundesstraße kritisch. Hierbei bot Jan-Peter Röderer an, beim Regierungspräsidium nach möglichen Lösungsansätzen zu fragen.

Eine weitere Station war das Ende des Radweges entlang der L518 am Schlachthof. Hier wurde kontrovers diskutiert, ob durch eine deutlichere Kennzeichnung die Situation verbessert werden kann oder ob die Beschilderung und der derzeitige Übergang auf die Straße ausreichend ist.

Zum Abschluss des Rundgangs wurde die Planung für das frei gewordene Areal „Fieger“ in der „Unteren-Vorstadtstraße“ diskutiert. Hier seien, so führte der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Günther aus, neben Parkplätzen auch Abstellplätze und eine Raststation für Fahrradfahrer geplant. Dieser Platz sei geradezu wie geschaffen für einen Rastplatz für Fahrradtouristen. Einerseits treffen hier die sechs überregionalen Radwege zentral aufeinander, zum anderen sei hier ein „Tor zur historischen Altstadt“ und modern gestaltete öffentliche Toiletten in unmittelbarer Nähe. Eine attraktiv gestaltete Raststation lädt die Fahrradtouristen zum Verweilen und zum Besuch der Stadt ein. Die Vertreter der Walldürner Sozialdemokraten diskutierten mit MdL Jan-Peter Röderer und Bürgermeister Meikel Dörr, welche Abstellmöglichkeiten an dieser Stelle sinnvoll seien. Für die SPD-Fraktion Walldürn formulierte Rolf Günther die Forderung nach einer Ladestation für E-Bikes. Mit seiner großen Erfahrung konnte Jan-Peter Röderer einige gute Hinweise zur Gestaltung der Fahrradraststation beitragen.

Im Anschluss an die vor-Ort-Termine wurden am Abend dann weitere Punkte rund um die Themen Radwegekonzept und Mobilität gemeinsam diskutiert.

Jan-Peter Röderer, verkehrs- und energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, verwies auf die enge Verzahnung beider Themenfelder. Er zeigte sich offen für innovative Lösungen und betonte die Notwendigkeit flexibler Förderbedingungen: „Nicht jedes Projekt scheitert am Geld, sondern manchmal auch an den starren Vorgaben.“

Seiner Meinung nach müssen einige Standards entbürokratisiert werden. Wenn die Sicherheit nicht gefährdet sei, solle man über Anpassungen sprechen.

Jan-Peter Röderer setzt dabei nicht alleine auf Radverkehrskonzepte, sondern auf umfassendere Mobilitätskonzepte, die sowohl die verschiedenen Mobilitätsformen als bestenfalls auch den ruhenden Verkehr in die Analyse mit einbeziehen. Jedoch erkennt er erste Fortschritte an: „Es ist besser als nichts und ein Schritt in die richtige Richtung.“
 

 

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