Historisches
26.03.2026 in Historisches

Am 26. März 2006 schrieb Karl-Heinz Joseph politische Geschichte für Walldürn und den Neckar-Odenwald-Kreis. Dem damaligen Walldürner Bürgermeister gelang bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg über die Zweitauszählung der Einzug in den baden-württembergischen Landtag. In der Nibelungenhalle erlebten Hunderte Unterstützer einen Abend voller Hoffen, Zittern und schließlich großer Freude.
Auch 20 Jahre später erinnern sich viele Beteiligte noch an die besondere Atmosphäre dieses Wahlabends. Zunächst überwog bei den Sozialdemokraten die Anspannung. Die ersten Hochrechnungen hatten der SPD landesweit deutliche Verluste beschert. Lachen und Weinen lagen in der Nibelungenhalle zeitweise nah beieinander. Doch je weiter der Abend voranschritt, desto größer wurde die Hoffnung, dass Karl-Heinz Joseph der Sprung nach Stuttgart gelingen könnte.
01.06.2021 in Historisches
Die Sensation war eigentlich schon am 10. März 1991 perfekt, mit einer komfortablen Mehrheit von 53,8 % der abgegebenen Wählerstimmen wurde Karl-Heinz Joseph im ersten Wahlgang, bei drei Mitbewerbern, zum Bürgermeister von Walldürn gewählt. Damit zog 25 Jahre nach der Ära Trautmann wieder ein Sozialdemokrat ins Walldürner Rathaus ein. Lange Zeit galt Walldürn als unbezwingbare Hochburg der Christdemokraten.
Was für Karl-Heinz Joseph die Erfüllung eines lange gehegten Berufswunsches war, war für seinen SPD-Ortsverein ein Höhepunkt in der Ortsvereinsgeschichte und das Fundament für eine erfolgreiche kommunalpolitische Arbeit in den Folgejahren. Für die Walldürner CDU war das Ergebnis der Wahl, nach eigenem Bekunden „mehr als niederschmetternd“, wie der damalige Stadtverbandsvorsitzende seine Mitglieder wissen ließ.
25.05.2021 in Historisches
Im Mai 1961 gründete sich in Walldürn eine Gruppe der „Falken“ und knüpft damit an die Tradition der ersten Falkengruppe von 1949 an.
„Seit Monaten trifft sich regelmäßig in Walldürn eine Jugendgruppe, die sehr wertvolle Arbeit leistet. Ihre Zusammenkünfte dienen der Weiterbildung beruflicher, sportlicher, wirtschaftlicher sowie politischer Arbeit“, so beginnt eine Pressemitteilung des damaligen SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Hermann Gaukel.
„Es ist erfreulich, dass sie sich für politische Angelegenheiten der Gemeinde, des Kreises, des Landes und des Bundes stark interessiert. Gerade die Jugend soll durch Selbsterkenntnis und eigene Überzeugung herausfinden, dass auf ihre Unterstützung nicht verzichtet werden kann“.
Was heute sehr veraltet und längst überholt klingt, war damals alles andere als selbstverständlich. Die meisten der Jugendlichen, die sich damals zu den „Falken“ zusammenschlossen wurden in den letzten drei Kriegsjahren (1942 – 1945), geboren und mussten teilweise Flucht und Vertreibung sowie die Not der ersten Nachkriegsjahre als Kinder miterleben.
Dass diese Generation für die politische Arbeit gewonnen werden sollte, war das erklärte Ziel des Ortsvereinsvorstands: „Hoffen wir, dass die Arbeit dieser Jugendgruppe fruchtbare Ergebnisse zeigt.“
Bis heute haben sich immer wieder Jugendliche und junge Erwachsene innerhalb der SPD-Walldürn als Jusos getroffen, um sich gemeinsam politisch zu engagieren. Auch heute haben wir wieder eine Arbeitsgemeinschaft der Jusos, die sich regelmäßig trifft.
Mehr unter Jusos Walldürn
29.03.2021 in Historisches
Weil er seine Meinung frei bekundete und sich 1939 öffentlich zur SPD bekannte, wurde der Walldürner Pflästerer Wilhelm Kaufmann in Haft genommen und wegen eines heimtückischen Angriffs gegen die Regierung der nationalen Erhebung angeklagt.
Bei Recherchen zum 100.-jährigen Bestehen des Ortsvereins Walldürn sind wir auf die Geschichte des Pflästerers Wilhelm Kaufmann gestoßen. Was sich im Januar 1939 im Walldürn ereignet hat ist einerseits ein Stück Heimatgeschichte, die es wert ist, dass die veröffentlicht wird. Zum anderen ist es die Geschichte eines Walldürner Sozialdemokraten, der sich selbst nach sechs Jahren Nazi-Diktatur seine freie Meinungsäußerung nicht verbieten lies. Die Geschichte zeigt aber auch, wie das Regime des Dritten Reiches die eigene Bevölkerung unterdrückt und andersdenkende verfolgt hat.
Damit erzählt die Geschichte des Pflästerers Wilhelm Kaufmann vom Mut zur Meinungsfreiheit und zum Widerstand, vom Verrat, der Verfolgung Andersdenkender im Dritten Reich und von der Sorge seiner Frau um ihren Ehemann und Vater ihrer Kinder.
Franz Wilhelm Kaufmann
Geboren: 11. Dezember 1881, Walldürn
Gestorben: 29. März 1961, Walldürn
Beruf: Pflästerer (selbstständig)
Wohnhaft: Schmalgasse, Walldürn
Verheiratet, 6 Kinder
Kriegseinsatz:
März 1915 bis Dezember 1918, zuerst beim Badischen Grenadierregiment 109, später bei der Pionierkompanie 339.
Mitgliedschaft in der SPD Walldürn / kommunalpolitisches Engagement:
Mitglied des Bürgerausschusses und später des Gemeinderates. Im Rahmen der Machtergreifung am 24. Juni 1933 per Verordnung ausgeschlossen.
19.07.2020 in Historisches
Heute haben wir guten Grund allen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Altheim sowie unseren Freunden und Wählerinnen und Wählern zu gratulieren. Denn heute vor 50 Jahren am 19. Juli 1970 wurde in Altheim ein SPD-Ortsverein gegründet.
Die Jahre der „sozialliberalen Koalition“ (1969 – 1982) unter den sozialdemokratischen Kanzlern Willy Brandt und später Helmut Schmidt oder „das sozialdemokratische Jahrzehnt“, wie der Historiker Bernd Faulenbach die Epoche nannte, war geprägt von einer Vielzahl von Neugründung von SPD-Ortsvereinen. Gerade viele jüngere Bürgerinnen und Bürger wollten nach Jahren der CDU-Regierungen in Bonn, begeistert von der ersten Regierungserklärung Willy Brandts, „mehr Demokratie wagen“. Eine Begeisterung, die auch im von einer starken CDU dominierten Altheim für politische Bewegung sorgte.
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Stabilisierung der Pflegeversicherung muss solidarisch sein Ohne fairen Ausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung bleibt die Finanzkrise der Pflege ungelöst. „Der Entwurf enthält wichtige Ansätze zur Verbesserung der Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Die stärkere Ausrichtung auf Prävention und Rehabilitation, die Unterstützung pflegender Angehöriger sowie Maßnahmen zur Entbürokratisierung gehen grundsätzlich in die richtige Richtung. Die zentrale Antwort… Christos Pantazis zur Reform der Pflegeversicherung weiterlesen
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01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
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27.04.2026 15:26 Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften
Die SPD ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „#GEMA1NSAM – Für gute Arbeit“ kämpft die SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine Entlastung der Beschäftigten und eine sichere Rente, für mehr Tarifbindung, einen höheren Mindestlohn und eine… Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften weiterlesen
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