Ziel: "Absolute Mehrheit der CDU reduzieren"

SPD formulierte politische Arbeit

SPD Walldürn formulierte politische Arbeit

Ziel: „Absolute Mehrheit der CDU reduzieren“

Walldürner Sozialdemokraten für sachliche und faire Zusammenarbeit / Schwerpunkte setzen

Walldürn. Die Kandidaten der SPD verdeutlichten auf einer Versammlung im „Ritter““ noch einmal, wie sei sich die künftige Arbeit im Gemeinderat vorstellen Sachlichkeit und faire Zusammenarbeit sollten in Zukunft die Kommunalpoltik auszeichnen. Man wolle nicht stur die Parteibrille aufsetzen, sondern auch für Kompromisse ein offenes Ohr haben. Allerdings gelte es diesmal die absolute Mehrheit der CDU etwas zu reduzieren. Von der Versammlung erhielten wir folgenden Bericht:

Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende K. H. Joseph begrüßte die Besucher der Wahlveranstaltung und begann sich als erster vorzustellen. In kurzen Umrissen machte er das Programm der SPD für die Kommunalwahl bekannt. Er verdeutlichte in seiner Rede, daß es diesmal darauf ankomme, die SPD zu stärken und die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat ins rechte Lot zu bringen. Anhand vom Wahlprogramm der CDU aus dem Jahre 1975 zeigte Joseph auf, Wo die bisherige Mehrheitsfraktion CDU ihre Versprechungen nicht gehalten hatte. In seinen weiteren Ausführungen meinte Joseph, der Bürger habe das Recht, eine solide, sachgerechte und bürgernahe Gemeindepolitik zu fordern.

Hier habe die CDU oft Politik am Bürger vorbei gemacht und eigenmächtige Entscheidungen getroffen, an denen sie jetzt gemessen werden müsse. So wurden Gebühren erhöht und in die Tasche des Bürgers gegriffen ohne zu prüfen ob es nicht andere Möglichkeiten gäbe, Ausgaben, die ohne Zweifel erforderlich waren durch Einsparungen auf anderen Gebieten zu kompensieren. Eine SPD-Kommunalpolitik habe ihre Schwerpunkte bei einer bürgernahen Verwaltung, frühzeitiger Information sowie Einbeziehung des Bürgers in kommunale Planungsvorhaben, eine möglichst geringe Abgaben- und Gebührenbelastung, nach Erhaltung und Ansiedlung leistungsfähiger Betriebe, Erhaltung staatlicher Behörden, Förderung des Fremdenverkehrs, Schaffung von Freizeiteinrichtungen nach partnerschaftlichem Dialog mit der Jugend. Wichtige Punkte seien auch die Betreuung älterer Bürger, Verbesserung der Infrastruktur, eine bürgernahe Stadtsanierung sowie Erhaltung des bürgerschaftlichen Lebens in den Walldürner Ortsteilen.

Nachdem Joseph mit seinem Grundsatzreferat geendet hatte, stellten sich die SPD-Kandidaten Bodo Kiesewetter, Jürgen Fieger, Helmut Kuhn, Eduard Bayerlein, Emil Braun, Wilhelm Maier, Petra Faulhaber, Wilhelm Wagner und H. Gaukel persönlich vor.

Die Kandidaten der SPD bekräftigten, daß sie voll hinter dem Programm, wie es von K. H. Joseph vorgetragen wurde, stehen würden. Sie ließen sich zu keinen leichtfertigen Versprechungen hinreißen, sondern erklärten lediglich sich im Falle einer Wahl voll für die Walldürner Bürger einzusetzen. Einige Kandidaten setzten Schwerpunkte, die für sie Hauptziele ihrer Arbeit seien. So wollte sich Bodo Kiesewetter verstärkt um die Beziehungen zwischen den Walldürner Bürgern und den Bundeswehrangehörigen einsetzen. Petra Faulhaber sah ihre Aufgabe auf sozialem Gebiet wie die Altenbetreuung und Fortsetzung des Dialogs mit der Jugend. Helmut Kuhn und Wilhelm Maier forderten eine verstärkte Förderung der Vereine und Sportler. Stadtrat Wilhelm Wagner verwies auf seine kommunalpolitische Erfahrung, die er wieder in die Gemeindepolitik einbringen wolle.

Stadtrat und stellvertretender Bürgermeister Gaukel ließ noch einmal Revue passieren, wo die SPD maßgeblich an Vorhaben beteiligt war und Mitverantwortung getragen habe. Er verdeutlichte noch einmal, daß vieles nicht möglich gewesen wäre, wenn es nicht SPD-Hilfe aus Land und Bund gegeben hätte. Sein Dank galt dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden und den Kandidaten für ihre Bereitschaft zu kandidieren, denn er wisse wie schwer es sei, sich für die SPD zur Verfügung zu stellen. Es folgte nun noch eine rege Diskussion, bei der es um Bereitstellungsgebühren und Auftragsvergabe der öffentlichen Hand ging.

 

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