Die SPD-Gemeinderatsfraktion in Walldürn hat sich in einer ausführlichen Sitzung mit zentralen Zukunftsfragen der Stadt befasst. Fraktionsvorsitzender Rolf Günther konnte dazu auch Bürgermeister Meikel Dörr und Bauamtsleiter Christian Berlin begrüßen – ein Austausch, den die SPD bewusst sucht.
Im Mittelpunkt stand die Vorbereitung der kommenden Gemeinderatssitzung sowie die Abstimmung zu anstehenden Ausschusssitzungen. Die jeweiligen Vertreter berichteten aus den vergangenen Sitzungen, sodass anstehende Beschlüsse vorbesprochen und gemeinsame Positionen innerhalb der Fraktion festgelegt werden konnten.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Bericht aus dem Ältestenrat. Günther informierte über die abgestimmten Termine und behandelten Themen.
Intensiv diskutierte die Fraktion zudem künftige Investitionsvorhaben. Die zentrale Frage lautet aus Sicht der SPD, welche Infrastruktur sich Walldürn künftig leisten will – und kann. Bürgermeister Dörr und Bauamtsleiter Berlin lieferten hierzu umfassende Hintergrundinformationen, Zahlenmaterial und Hinweise auf mögliche Förderprogramme. Konkret wurde auch der beschlossene Bau einer Mensa an der Grundschule thematisiert, um die Ganztagesbetreuung auszubauen. In diesem Zusammenhang bekräftigte die SPD-Fraktion ihre Unterstützung für eine Ganztagsschule in Wahlform.
Ein Überblick über laufende Baumaßnahmen rundete die Sitzung ab. Unter anderem wurde der geplante Ausbau des Kreisels in der Buchener Straße thematisiert.
Erneut zur Sprache kam auch der Antrag zur Einrichtung eines Kommunalen Vollzugsdienstes. Wie Günther erläuterte, zielt dieser darauf ab, die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu stärken, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu verbessern sowie Sachbeschädigungen, Vandalismus und illegale Müllablagerungen zu reduzieren. Gleichzeitig soll die Polizei bei ordnungsrechtlichen Aufgaben entlastet werden.
Besonderen Wert legt die Fraktion dabei auf eine bürgernahe Ausgestaltung: Der Vollzugsdienst solle als Ansprechpartner und Unterstützer wahrgenommen werden. Regelmäßige Streifengänge und -fahrten seien ebenso vorgesehen wie ein Augenmerk auf alltägliche Probleme, etwa Verschmutzungen im Stadtgebiet. Der Vollzugsdienst solle sichtbar sein, ansprechbar und hilfsbereit auftreten – mit klar erkennbarer Uniform, aber ohne Distanz zur Bevölkerung.
Zum Abschluss berichteten Günther sowie der Ortsvereinsvorsitzende Ralf Beyersdorfer über die Teilnahme der SPD am Blumen- und Lichterfest. Der SPD-Ortsverein und die Gemeinderatsfraktion werden dort mit einem Infostand vertreten sein und ein Gewinnspiel unter dem Motto „Wenn ich Gemeinderat wäre“ anbieten. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, aus verschiedenen Themenblöcken auszuwählen, wofür sie „Geld ausgeben“ würden. „Ein richtig oder falsch gibt es nicht – aber man sieht schnell, dass man Schwerpunkte setzen muss“, erläuterte Beyersdorfer die Idee.
Abschließend bedankte sich Günther bei Bürgermeister Dörr und Bauamtsleiter Berlin für den konstruktiven Austausch. Die SPD-Fraktion unterstrich die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit mit der Verwaltung, um die anstehenden Aufgaben im Sinne der Bürgerinnen und Bürger erfolgreich zu gestalten.