Gegen das Vergessen - zur Erinnerung an die Reichspogromnacht

Veröffentlicht am 09.11.2020 in Ortsverein
 

SPD will mit einer kleinen Kerze symbolisch Licht in ein dunkles Kapitel unserer Geschichte bringen

Vor 82 Jahren, am 09.11.1938 erreichte die systematische Verfolgung der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in der Reichspogromnacht eine weitere Stufe der Eskalation

Der Aufstieg und die Geschichte der NSDAP und ihres Regimes ist von Beginn an von Antisemitismus, Hass und Hetze sowie Gewalt gegen Juden und jüdische Einrichtungen geprägt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass bereits wenige Wochen nachdem die Nationalsozialisten die Regierungsgewalt in Deutschland innehatten, die jüdische Bevölkerung offen diskriminiert und verfolgt wurde. Schon im April 1933 wurde zum Boykott jüdischer Geschäfte aufgerufen, Beamte mit mindestens einem jüdischen Großelternteil wurden aus dem Staatsdienst entlassen, Juden durften keine Rechtsanwaltskanzleien eröffnen und jüdische Ärzte durften nicht mehr für Krankenkassen tätig sein. Keineswegs im Geheimen, sondern offen wurden die Juden in Deutschland entrechtet und aus der „Volksgemeinschaft“ ausgeschlossen.

Das Attentat eines in Paris lebenden siebzehnjährigen polnischen Juden auf einen deutschen Botschaftsangehörigen sollte den Nationalsozialisten den Vorwand für das bis dahin größte Verbrechen an den deutschen Juden liefern. Was von der nationalsozialistischen Führungsriege und den von ihnen gesteuerten Medien als Aufbegehren des deutschen Volkes dargestellt wurde, war tatsächlich das geplante Vorgehen der NSDAP und ihrer regionalen Organisationen gegen die jüdische Bevölkerung und ihre Einrichtungen.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden von der SA jüdische Geschäfte zerstört und geplündert, Synagogen wurden in Brand gesetzt. Der braune Mob drang in die Wohnungen jüdischer Familien ein, misshandelte jüdische Frauen und Männer, zerstörte ihre Wohnungseinrichtungen und stahl Geld, Schmuck und sonstige Wertgegenstände. Heute geht man von mindestens 400 Todesopfern der Pogromnacht aus. Tausende jüdische Männer wurden in Schutzhaft genommen und in die Konzentrationslager gebracht.

Auch in den folgenden Tagen wurden an zahlreichen Orten und Städten in Deutschland Juden drangsaliert, öffentlich gedemütigt und von den Schergen des NS-Regimes verschleppt und gefoltert.  Der Entrechtung und Verfolgung der Juden sollten die Vertreibung und Deportation folgen. Der Rassenwahn der Nationalsozialisten sollte im millionenfachen Morden, dem Holocaust, münden.

Gegen das Vergessen

Als Zeichen gegen das Vergessen hat der SPD-Ortsverein Walldürn-Höpfingen-Hardheim an den Gedenksteinen in Hardheim und Walldürn eine Kerze angezündet.

 

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