SPD Walldürn besuchte das Odenwälder Freilandmuseum

Veröffentlicht am 27.04.2024 in Ortsverein
 

Der SPD-Ortsverein Walldürn lud Mitglieder und Freunde sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer Besichtigung des Odenwälder Freilandmuseums in Gottersdorf ein. Wie der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Ralf Beyersdorfer bei seiner Begrüßung erläuterte sei das Freilandmuseum in Gottersdorf, das 1984 gegründet und 1990 eröffnet wurde, eine der großen touristischen Attraktionen unserer Region. Hier werde Heimat und Geschichte in besonderer Art und Weise erlebbar bewahrt, so Beyersdorfer. Das Museum gebe einen Einblick in die regionale Geschichte und Kultur unserer Region zwischen Odenwald und Bauland.

Als einziges Freilandmuseum in Baden-Württemberg, das hauptsächlich von einer Gemeinde finanziert werde, sei es auch eine finanzielle Herausforderung für die Stadt Walldürn. Daher sei es im Vorfeld der Kommunal­wahl für die Kandidatinnen und Kandidaten interessant sich einen Einblick in die Geschichte des Museums zu verschaffen aber auch die täglichen Herausforderungen und die kommenden Investitionen in Augenschein zu nehmen.

Mit Blick auf seine Tätigkeit im Gemeinderat berichtete Beyersdorfer, dass sich das Museum in den letzten 15 Jahren trotz knapper Kassen maßvoll weiterentwickelt habe. So sei das Bauernhaus „Bofsheim“ eröffnet und die Scheune „Lampenhain“ mit zeitgemäßen Räumlichkeiten für die Museumspädagogik und Sanitäranlagen aufgebaut worden. Das Bauernhaus „Allfeld“ stehe kurz vor seiner Eröffnung und mit den Bienenhäusern aus Mudau-Steinbach sei es, mit Hilfe einer Crowdfunding-Aktion der Volksbank und einer großzügigen Spende der Sparkassenstiftung, gelungen zwei besonderen historischen Gebäuden im Museum eine neue Heimat zu geben.

Dies sei der Verdienst des Museumsvereins sowie eines Teams von besonders engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Ehrenamtlichen und der Museumsleitung Margareta Sauer, bei der sich Beyersdorfer dafür bedankte, dass sie die Führung persönlich übernehme.

Unter fachkundiger Leitung von Margareta Sauer startete der Rundgang durch das Freilandmuseum. Zuvor erläuterte sie, wie die Gebäude in das Museum kommen. Während die ersten Gebäude noch an ihren ursprünglichen Standorten in Einzelteile zerlegt und im Museum wiederaufgebaut wurden. Wurden die späteren Gebäude in möglichst großen Einheiten versetzt (transloziert). Diese Methode, so Sauer, sei erstmals im Odenwälder Freilandmuseum eingesetzt worden und heute Stand der Technik.

Die erste Station des Rundgangs war dann das Wohnhaus „Neckarburken“. Margareta Sauer erläuterte den Teilnehmern die Probleme, die die Feuchtigkeit im Boden aber auch bei eindringendem Regen bereite. Ein regelmäßiges Monitoring der Gebäude sei unerlässlich, um Schäden frühzeitig erkennen und beheben zu können. Eine wesentliche Aufgabe des Museums sei es die Gebäude zu erhalten, dementsprechend sei es notwendig kontinuierlich finanzielle Mittel im Haushaltsplan des Museums vorzusehen.

Weiter ging der Rundgang zum Bauernhaus „Allfeld“. Das Gebäude wurde bereits 1987 ins Odenwälder Freilandmuseum versetzt, konnte damals jedoch nicht restauriert werden, weshalb das Gebäude nicht begehbar und das Fachwerk mehr als 30 Jahre durch Platten verdeckt war. Mittlerweile ist die Restaurierung des Gebäudes abgeschlossen und die Innenausstattung in den letzten Zügen. Sauer berichtete über die Geschichte des Hauses, das 1687 erbaut wurde und durch die Realteilung immer wieder an neue Besitzverhältnisse angepasst werden musste. Nachträglich eingebaute Haustüren und unterschiedliche Dacheindeckungen zeugen von den verschiedenen Besitzverhältnissen. Die Teilnehmenden des Rundganges nutzten die Gelegenheit einen ersten Blick in das Gebäude werfen zu können, bevor es weiter zu den beiden im Aufbau befindlichen Bienenhäusern ging.

Wie die Museumsleiterin berichtete seien die beiden Bienenhäuser nicht nur eine Bereicherung für das Museum, sondern eine historische Besonderheit. Gleichwohl könne man mit den Bienenhäusern aufzeigen, wie sehr die Imkerei zur Kulturlandschaft des Odenwalds gehöre. Besonders stolz sei man, dass die Finanzierung des Projektes zum überwiegenden Teil durch Spendengelder gelungen sei und man so diese über 100 Jahre alte Gebäude erhalten könne.

Auf dem Rückweg zur Museumsgaststätte konnten die Teilnehmer noch einiges über die Haustiere im Museum erfahren.

In der Museumsgaststätte lud die SPD noch zu einem Abschlussgespräch und gemütlichen Ausklang ein. Die Museumsleiterin Margareta Sauer berichtete über das Jahresprogramm des Museums mit den verschiedenen Thementagen. Ihr Ziel sei es, das Museum in machbaren Schritten weiter zu entwickeln und für die Besucher attraktiv zu halten. Die Thementage seien ein wichtiger Beitrag hierzu. So konnte das Museum an den diesjährigen „Garten- und Pflanzentagen“ an einem Wochenende über 2.500 Besucher begrüßen.

Der Fraktionsvorsitzende Rolf Günther bedankte sich im Namen der SPD-Gemeinderatsfraktion für das große Engagement der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Museumsvereins. Gemeinsam mit dem städtischen Tourismusbüro sowie den verschiedenen regionalen Tourismusverbänden in denen die Stadt Walldürn mitarbeite gelte es das Museum als touristischen Anziehungspunkt für die Region positiv zu vermarkten.

Mit dem Besuch im Odenwälder Freilandmuseum wollte man seitens der SPD-Walldürn den Mitgliedern, Gästen und möglichen künftigen Mandatsträgern wichtige Informationen unmittelbar vor Ort vermitteln und gleichwohl durch den Museumsbesuch das Museum unterstützen.

 

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