20.12.2012 in Gemeinderatsfraktion

Nach mehr als 28 Jahren: SPD Walldürn verabschiedet Stadtrat Josef Priwitzer

 

Nach mehr als 28 Jahren: SPD Walldürn verabschiedet Stadtrat Josef Priwitzer

Die SPD Walldürn hat ihren langjährigen Stadtrat Josef Priwitzer mit großem Dank und Anerkennung verabschiedet. Nach mehr als 28 Jahren engagierter Tätigkeit im Gemeinderat der Stadt Walldürn legte er Ende 2012 auf eigenen Wunsch sein Mandat nieder.

Im Rahmen eines Mitgliedertreffens im neuen Kolpingheim würdigten Mitglieder, Freunde und Wegbegleiter seine außergewöhnlichen Verdienste um die Stadt und die Sozialdemokratie. Ortsvereinsvorsitzender Ralf Beyersdorfer nutzte die Gelegenheit, um allen Unterstützerinnen und Unterstützern für ihr Engagement zu danken. Im Mittelpunkt des Abends stand jedoch die Verabschiedung eines Kommunalpolitikers, der Walldürn über Jahrzehnte mitgeprägt hat.

Josef Priwitzer wurde am 28. Oktober 1984 erstmals in den Gemeinderat gewählt und gehörte dem Gremium seitdem ununterbrochen an. Der Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion, Herbert Kilian, würdigte ihn als engagierten Stadtrat und geschätzten Ratgeber, der bei seiner Arbeit stets das Wohl der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger im Blick hatte. Für seine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, und seinen jahrzehntelangen Einsatz dankte Kilian im Namen der Fraktion und des Ortsvereins und überreichte ihm ein Präsent.

01.01.1989 in Historisches

1989: „Neuer Fortschritt für Walldürn“ – Die SPD stellt ihr Wahlprogramm vor

 

1989: „Neuer Fortschritt für Walldürn“ – Die SPD stellt ihr Wahlprogramm vor

Im Vorfeld der Kommunalwahl 1989 stellte die SPD Walldürn ihr Aktionsprogramm unter dem Leitwort „Neuer Fortschritt für Walldürn“ der Öffentlichkeit vor. Unter der Federführung des damaligen Ortsvereinsvorsitzenden und Fraktionsvorsitzenden Karl-Heinz Joseph erarbeiteten Vorstand und Stadtratsfraktion ein Programm, das weit über kurzfristige Wahlversprechen hinausging und eine langfristige Perspektive für die Entwicklung der Stadt aufzeigte.

Die örtliche Presse berichtete damals unter der Überschrift „Vorausschauende Politik beginnt in der Heimatstadt“ ausführlich über die programmatischen Vorstellungen der Sozialdemokraten. Bereits mehrfach hatte sich die Programmkommission mit den einzelnen Themenbereichen befasst. Bei der Verabschiedung des Programms dankte Karl-Heinz Joseph allen Mitgliedern der Kommission für ihre engagierte Mitarbeit. Besonders hervorgehoben wurde dabei die Arbeit des damaligen Stadtrats Herbert Kilian, der als Mitglied der Programmkommission wesentliche Vorarbeiten geleistet und dem Vorstand wichtige Arbeitsergebnisse unterbreitet hatte.

Die SPD formulierte ihr Selbstverständnis mit den Worten, dass Kommunalpolitik nicht nur dazu dienen dürfe, aktuelle Probleme zu lösen, sondern eine lebenswerte Zukunft für kommende Generationen gestalten müsse. Ziel sei es, das gegenwärtige wie auch das zukünftige Zusammenleben in Walldürn aktiv mitzugestalten und die Chancen der Stadt verantwortungsvoll zu nutzen.

19.06.1980 in Historisches

Mehr Leben und Initiative in den Gemeinderat! Mehr SPD ins Rathaus  

 

Der Walldürner Volkskundler, Germanist, Hochschullehrer und Heimatforscher Dr. Peter Assion leistete seinen Beitrag zum Wahlerfolg der SPD-Walldürn und brachte Karl-Heinz Joseph mit in den Gemeinderat

Am 19. Juni 1980, wenige Tage vor der Gemeinderatswahl in Walldürn, wandte sich Dr. Peter Assion mit einem öffentlichen Aufruf an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Der Text entstand in einer kommunalpolitischen Situation, die von klaren Mehrheitsverhältnissen geprägt war. Bürgermeister war damals Robert Hollerbach (CDU), der als durchsetzungsstarker und machtbewusster Verwaltungschef galt. Im Gemeinderat bestimmten vor allem die alteingesessene CDU sowie eine starke Fraktion der Freien Wähler die politische Richtung der Stadt. Vor diesem Hintergrund warb die SPD für mehr Meinungsvielfalt, eine stärkere demokratische Kontrolle und eine breitere Vertretung gesellschaftlicher Gruppen im Gemeinderat.

Der Aufruf verdeutlicht die zentralen Anliegen der SPD Walldürn zu Beginn der 1980er Jahre: eine lebendige Demokratie, politische Offenheit und die Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger am kommunalen Geschehen. Kritisiert wurde insbesondere, dass wichtige Bevölkerungsgruppen wie Frauen, Arbeitnehmer, Jugendliche oder Soldaten im Gemeinderat nur unzureichend repräsentiert seien. Die SPD stellte dem den Anspruch entgegen, Walldürn gemeinsam und auf der Grundlage sachlicher Diskussionen weiterzuentwickeln.

Die Kommunalwahl vom Juni 1980 markierte schließlich einen wichtigen Erfolg für die Walldürner Sozialdemokratie. Die SPD konnte ihre Zahl der Sitze im Gemeinderat erhöhen und stellte fortan fünf Stadträte. Erstmals wurde dabei Karl-Heinz Joseph in den Gemeinderat gewählt. Karl-Heinz Joseph sollte in den folgenden Jahren zu einer prägenden Persönlichkeit der Walldürner Kommunalpolitik werden: zunächst als Fraktions- und Ortsvereinsvorsitzender, später als Bürgermeister der Stadt von 1991 bis 2007. Sein Einzug in den Gemeinderat im Jahr 1980 war damit zugleich der Beginn eines politischen Weges, der die Entwicklung Walldürns über Jahrzehnte nachhaltig beeinflusste. Die hier dokumentierte Erklärung von Dr. Peter Assion ist deshalb nicht nur ein Wahlaufruf, sondern auch ein aufschlussreiches Zeugnis einer Zeit, in der die SPD Schritt für Schritt ihren Einfluss in Walldürn ausbauen und neue kommunalpolitische Perspektiven eröffnen konnte.

05.05.1979 in Historisches

1979: 60 Jahre SPD Walldürn – Sechs Jahrzehnte politische Arbeit in der Stadt

 

Im Mai 1979 feierte der SPD-Ortsverein Walldürn sein 60-jähriges Bestehen. Mehrere Terminankündigungen und ein ausführlicher Pressebericht dokumentieren ein Jubiläumsprogramm, das Rückblick, öffentliche politische Veranstaltungen und die Ehrung langjähriger Mitglieder miteinander verband. Im Mittelpunkt standen der Empfang des Ortsvereins, ein historischer Festvortrag von Dr. Peter Assion sowie eine Kreisdelegiertenkonferenz mit dem früheren Bundesfinanzminister Prof. Dr. Dr. Alex Möller.

Drei Veranstaltungen zum Jubiläum

Den Auftakt bildete am 5. Mai 1979 um 19 Uhr ein Empfang des SPD-Ortsvereins im Café Käth. Bei diesem Termin fand die eigentliche Jubiläumsfeier zum 60-jährigen Bestehen statt.

Am 9. Mai 1979 um 19.30 Uhr folgte im Gasthof „Zum Ritter“ eine öffentliche Veranstaltung. Dort hielt der Walldürner Historiker und Stadtrat Dr. Peter Assion einen Vortrag zur Geschichte der Walldürner Arbeiterbewegung und zu 60 Jahren SPD Walldürn.

Den Abschluss bildete am 12. Mai 1979 um 14.30 Uhr eine Kreisdelegiertenkonferenz des SPD-Kreisverbandes Neckar-Odenwald im Haus der offenen Tür. Festredner war der frühere Bundesfinanzminister und Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Dr. Alex Möller. Sein Vortrag stand unter dem Thema „SPD – Geschichte und Gegenwart“.

Die Ankündigungen betonten ausdrücklich, dass die Veranstaltungen öffentlich waren und die Bevölkerung eingeladen war.

02.05.1979 in Historisches

„Beargwöhnt und beäugt – SPD mit wahrem Bekennermut“

 

1979 blickte Peter Assion auf die Anfänge der SPD Walldürn zurück

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der SPD Walldürn beschäftigte sich der Walldürner Historiker und damalige Stadtrat Dr. Peter Assion 1979 ausführlich mit den Anfängen der Sozialdemokratie in der Stadt. Sein Beitrag erschien am 2. Mai unter der Überschrift „Beargwöhnt und beäugt – SPD mit wahrem Bekennermut“.

Assion führte die Gründung des Ortsvereins auf die große Maifeier von 1919 auf der Walldürner Heide zurück. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Voraussetzungen für die Entstehung einer organisierten Arbeiterbewegung bereits deutlich früher vorhanden waren.

Die Wurzeln lagen in der Walldürner Arbeiterschaft

Besondere Bedeutung maß Assion der wirtschaftlichen Entwicklung Walldürns im ausgehenden 19. Jahrhundert bei. Er verwies auf die nach 1870 florierenden Blumenfabriken, die Steinbruchindustrie und die später hinzukommende Holzindustrie. Walldürn sei dadurch in seiner weiteren Umgebung besonders stark industrialisiert gewesen.

Diese Entwicklung habe auch die politische Orientierung eines Teils der Bevölkerung verändert. Sozialdemokratische Gedanken erreichten Walldürn nach Assions Darstellung unter anderem über Verbindungen nach Mannheim, das sich zu einem wichtigen Zentrum der badischen Sozialdemokratie entwickelt hatte. Auch Arbeiter, die außerhalb Walldürns tätig waren, brachten neue politische Vorstellungen mit nach Hause.

unsere Termine

Suchen

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Downloads

Downloads

Wahlprogramm

WebsoziInfo-News

12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

Ein Service von websozis.info

bei facebook teilen

Wer ist Online

Jetzt sind 2 User online