Historisches
27.08.2026 in Historisches
Am 27. August 1951 starb Fridolin Bischof im Alter von nur 53 Jahren. Von 1925 bis 1933 wirkte der Lehrer, Sozialdemokrat und Kommunalpolitiker in Walldürn. Er setzte sich für die Demokratie und vor allem für sozial schwächere Menschen ein. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde er verfolgt und aus Walldürn strafversetzt. Zum 75. Todestag erinnert der SPD-Ortsverein Walldürn-Höpfingen-Hardheim an einen aufrechten Demokraten, der in Walldürn Spuren hinterlassen hat.
Fridolin Bischof wurde am 10. Dezember 1897 in Hundheim geboren. 1913 trat er in das Großherzogliche Lehrerseminar in Ettlingen ein. Seine Ausbildung wurde durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen. Bischof meldete sich zum Kriegsdienst und wurde in Flandern schwer an den Füßen verwundet. Anschließend setzte er seine Ausbildung fort und bestand 1917 die Prüfung zum Lehramtskandidaten.
Die Erfahrungen des Krieges prägten seine weitere Haltung. Der ehemalige Soldat und Kriegsversehrte entwickelte sich zum Pazifisten und überzeugten Demokraten.
17.06.2026 in Historisches
Die Diskussion um die Gestaltung der Walldürner Hauptstraße beschäftigt die Stadt seit Jahrzehnten. Heute vor 30 Jahren brachte die SPD-Fraktion einen Antrag in den Gemeinderat ein, der den Bürgerinnen und Bürgern die Entscheidung über die Einführung einer Fußgängerzone übertragen sollte.
Adressiert war der Antrag an Bürgermeister Karl-Heinz Joseph als Vorsitzenden des Gemeinderates. Die SPD-Fraktion unter ihrem Vorsitzenden Herbert Kilian begründete ihren Vorstoß damit, dass die Einrichtung von Fußgängerzonen eine „so wichtige Angelegenheit" für die Stadt sei, dass darüber die „Betroffenen", also die Walldürner Bevölkerung, selbst entscheiden sollten.
26.03.2026 in Historisches

Am 26. März 2006 schrieb Karl-Heinz Joseph politische Geschichte für Walldürn und den Neckar-Odenwald-Kreis. Dem damaligen Walldürner Bürgermeister gelang bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg über die Zweitauszählung der Einzug in den baden-württembergischen Landtag. In der Nibelungenhalle erlebten Hunderte Unterstützer einen Abend voller Hoffen, Zittern und schließlich großer Freude.
Auch 20 Jahre später erinnern sich viele Beteiligte noch an die besondere Atmosphäre dieses Wahlabends. Zunächst überwog bei den Sozialdemokraten die Anspannung. Die ersten Hochrechnungen hatten der SPD landesweit deutliche Verluste beschert. Lachen und Weinen lagen in der Nibelungenhalle zeitweise nah beieinander. Doch je weiter der Abend voranschritt, desto größer wurde die Hoffnung, dass Karl-Heinz Joseph der Sprung nach Stuttgart gelingen könnte.
01.06.2021 in Historisches
Die Sensation war eigentlich schon am 10. März 1991 perfekt, mit einer komfortablen Mehrheit von 53,8 % der abgegebenen Wählerstimmen wurde Karl-Heinz Joseph im ersten Wahlgang, bei drei Mitbewerbern, zum Bürgermeister von Walldürn gewählt. Damit zog 25 Jahre nach der Ära Trautmann wieder ein Sozialdemokrat ins Walldürner Rathaus ein. Lange Zeit galt Walldürn als unbezwingbare Hochburg der Christdemokraten.
Was für Karl-Heinz Joseph die Erfüllung eines lange gehegten Berufswunsches war, war für seinen SPD-Ortsverein ein Höhepunkt in der Ortsvereinsgeschichte und das Fundament für eine erfolgreiche kommunalpolitische Arbeit in den Folgejahren. Für die Walldürner CDU war das Ergebnis der Wahl, nach eigenem Bekunden „mehr als niederschmetternd“, wie der damalige Stadtverbandsvorsitzende seine Mitglieder wissen ließ.
25.05.2021 in Historisches
Im Mai 1961 gründete sich in Walldürn eine Gruppe der „Falken“ und knüpft damit an die Tradition der ersten Falkengruppe von 1949 an.
„Seit Monaten trifft sich regelmäßig in Walldürn eine Jugendgruppe, die sehr wertvolle Arbeit leistet. Ihre Zusammenkünfte dienen der Weiterbildung beruflicher, sportlicher, wirtschaftlicher sowie politischer Arbeit“, so beginnt eine Pressemitteilung des damaligen SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Hermann Gaukel.
„Es ist erfreulich, dass sie sich für politische Angelegenheiten der Gemeinde, des Kreises, des Landes und des Bundes stark interessiert. Gerade die Jugend soll durch Selbsterkenntnis und eigene Überzeugung herausfinden, dass auf ihre Unterstützung nicht verzichtet werden kann“.
Was heute sehr veraltet und längst überholt klingt, war damals alles andere als selbstverständlich. Die meisten der Jugendlichen, die sich damals zu den „Falken“ zusammenschlossen wurden in den letzten drei Kriegsjahren (1942 – 1945), geboren und mussten teilweise Flucht und Vertreibung sowie die Not der ersten Nachkriegsjahre als Kinder miterleben.
Dass diese Generation für die politische Arbeit gewonnen werden sollte, war das erklärte Ziel des Ortsvereinsvorstands: „Hoffen wir, dass die Arbeit dieser Jugendgruppe fruchtbare Ergebnisse zeigt.“
Bis heute haben sich immer wieder Jugendliche und junge Erwachsene innerhalb der SPD-Walldürn als Jusos getroffen, um sich gemeinsam politisch zu engagieren. Auch heute haben wir wieder eine Arbeitsgemeinschaft der Jusos, die sich regelmäßig trifft.
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